CBD (Cannabidiol) - Erklärung & Wirkung

Die Abkürzung CBD steht für Cannabidiol. CBD ist ein Cannabinoid welches aus weiblichen Hanfpflanzen (Nutzhanf) gewonnen wird und ist neben THC eines der Hauptwirkstoffe von Cannabis. CBD definiert sich durch seine nicht psychoaktiven Effekte und der umfassenden Wirkung, was die Erforschung weiter vorantreibt.

Doch warum der Hype um CBD und woher stammt es überhaupt? Die chemisch klingende Substanz ist natürlichen Ursprungs und blickt bereits auf eine sehr lange Geschichte zurück. Warum und wie wir bereits seit Jahren von der Kulturpflanze Hanf profitieren und wie es zu der Wiederentdeckung der Nutzpflanze, und vor allem CBD kam, informiert der folgende Artikel. Zusätzlich erfahren Sie mehr über die Funktionsweise und die Anwendung von CBD Produkten sowie über aktuelle Forschungsergebnisse.

Haben Sie bereits gewusst, dass:

  • Bis in die 1920er Jahre etwa 60% der verschriebenen Schmerzmittel auf Cannabis basierten.

  • Hanföl, CBD und andere wertvolle Inhaltsstoffe der Hanfpflanze keine berauschende Wirkung haben und im Sinne der Gesundheit eingesetzt werden können. Auch die WHO stuft Cannabidiol (CBD) als unbedenklich ein.

  • Alle Teile vom Hanf sinnvoll verwertet werden können, ganz im Sinne der Nachhaltigkeit, und im Anbau von der EU gefördert werden.

  • Hanf als Nutzpflanze einen geringen umweltbelastenden Einsatz von Dünge- und Spritzmitteln benötigt und somit auch einen Beitrag zum Erreichen der Klimaziele leisten kann [1].

Der medizinische Einsatz der Hanfpflanze wurde bereits vor 5000 Jahren praktiziert. Hanf zählt somit zu den ältesten Kulturpflanzen der Erde und unterstützt die Menschheit in den unterschiedlichsten Lebensbereichen. Angefangen von Kleidung bis hin zur Verwendung als Brennstoff, Nahrungsmittel und als Medizin. Die Einsatzmöglichkeiten von Hanf sind vielfältig. Dies liegt unter anderem am Anbau. Die Nutpflanze bringt nämlich einen sehr hohen Ertrag und benötigt wenig Dünge- und Spritzmittel. Mittlerweile fördert die EU bereits den Anbau von THC-armen Nutzhanfsorten [1].

Grundsätzlich sind in der Hanfpflanzen neben CBD viele weitere relevante Inhaltsstoffe enthalten. Bisher konnten etwa 489 wesentliche Bestandteile in der Hanfpflanze bestimmt werden. Neben Terpenen, Flavonoiden und anderen Pflanzenstoffen, erfreuen sich die Phytocannabinoide, wozu auch CBD zählt, über eine besonders hohe Beliebtheit. Es konnten bislang mehr als 100 Phytocannabinoide in der Hanfpflanze nachgewiesen werden. Davon am bekanntesten sind die Tetrahydrocannabinole (THCs), Cannabidiole (CBDs), Cannabinole (CBNs) sowie Cannabigerole (CBGs). Der psychoaktive bzw. berauschende Bestandteil von Cannabis ist das Tetrahydrocannabiol, dieser bindet zur Aktivitätsentfaltung an den CB1 oder CB2-Rezeptor (Endocannabinoidsytem) [1].

Wie funktioniert CBD im menschlichen Körper?

Der nicht-psychoaktive Inhaltsstoff Cannabidiol bindet an verschiedene Rezeptorsysteme im Endocannabinoidsystem an. Dieses kann als Kommunikationssystem, welches zwischen Körper und Gehirn agiert, gesehen werden und besteht aus verschiedenen Rezeptoren, an welche Moleküle andocken, um die Vermittlung von Signalen sicherzustellen.

Innerhalb dieses Systems wirken Endocannabinoide, sogenannte Wirkstoffe, die vom Körper selbst produziert werden. Zusätzlich gibt es exogene Cannabinoide, die den menschlichen sehr ähneln und auf ähnliche Weise im Endocannabinoid-System wirken, jedoch von außen zugeführt werden müssen. Unabhängig ob eigens produziert oder zugeführt binden die jeweiligen Substanzen an die Rezeptoren an, um unterschiedliche Vorgänge zu aktivieren [1].

Unterschied CBD & THC

CBD und THC sind zwei der bekanntesten Inhaltsstoffe der Hanfpflanze. Im Vergleich zu CBD ist THC für die umstrittenen psychischen Wirkungen von Cannabis verantwortlich. THC bindet ebenfalls wie CBD an die Rezeptoren CB1 und CB2 an [2]. Im Vergleich zu THC wirkt CBD jedoch nicht psychoaktiv und kann in hohen Dosen sogar den psychischen Wirkungen des THCs entgegenwirken sowie die schmerzhemmende Eigenschaft des THCs verstärken. Auch andere Phytocannabinoide, wie CBG oder CBN, entfalten pharmakologische Wirkungen, haben jedoch keine bzw. eine sehr geringe psychische Wirkung [3].

Zusammengefasst gilt CBD als effektive, gut verträgliche und vor allem sichere Komponente der Hanfpflanze und ist für die Selbstmedikation, aufgrund des vielfältigen Wirkungsspektrums ohne dämpfende Nebenwirkungen, besonders interessant. Der Einsatz von Cannabidiol erfreut sich deshalb im komplementären Bereich einer zunehmenden Beliebtheit.

Wie wird CBD hergestellt?

Zur Extraktion und Isolierung von CBD gibt es eine Reihe unterschiedlicher Möglichkeiten – die meiste genützte Methode ist die Extraktion mit überkritischem Kohlenstoffdioxid. Zusätzlich ist davor und/oder danach eine Decarboxilierung notwendig, also die Umwandlung der Carbonsäure in die pharmakologisch wirksamen Cannabinoide.

Um reines CBD zu erhalten gibt es also zusammengefasst folgende Möglichkeiten

  • Extraktion (= Herauslösen oder Isolieren)

  • Synthetische Herstellung

Die Co2 Extraktion zählt hierbei zu den am häufigsten genutzten Verfahren. Sie ist vor allem aufgrund der geringen Umweltschädlichkeit und der nicht vorhandenen Toxizität sehr beliebt. Jedoch ist dieses Verfahren auch erheblich teurer als andere Extraktionsmethoden [2].

Zusätzlich gibt es noch folgende Extraktionsmethoden:

  • Ethanol-Extraktion

  • Kohlenwassersoff-Extraktion

  • Öl-Exktraktion [4]

Wie funktioniert die meist genutzte Co2 Extraktion?

Beim der Co2 Extraktion befindet sich das Co2 in einem Zustand des Übergangs von flüssig hin zu gasförmig. Diese Methode wird beispielsweise auch bei der Entkoffeinierung von Kaffee genutzt. Wenn das flüssige Co2 auf die Blüten und Blätter trifft, wird das CBD und andere Pflanzenverbindungen gelöst. Danach werden Druck und Temperatur wieder reguliert, sodass das Co2 wieder in den gasförmigen Zustand übertritt und von den Extrakten getrennt werden kann. So ist es möglich, ein sehr reines Extrakt zu erhalten [1].

Auswahl der bedeutendsten, bislang erforschten Wirkungsmechanismen von CBD

  • CBD stimuliert wie Capsaicin den Vanilloid-Rezeptor Typ1. Diese Stimulierung kann zu einer schmerzhemmenden Wirkung beitragen [5]. Dies geht aus der Studie von Bisogno T, Hanus L, De Petrocellis L, Tchilibon S, Ponde DE, Brandi I, Moriello AS, Davis JB, Mechoulam R, Di Marzo hervor.

  • CBD bindet an den Nucleosid-Transporter-1 und verstärkt den Adenosin-Signalweg, wodurch es die vermehrte Neurotransmitter-Ausschüttung (Noradrenalin, Adrenalin) harmonisiert [6]

  • CBD bindet an den GPR55-Rezeptor, wodurch die entzündungshemmende Wirkung ergänzt wird [7]

  • Cannabinoide, einschließlich CBD, sind potente Radikalfänger und haben zellschützende Eigenschaften [8]

Weitere bedeutsame mögliche Wirkungsmechanismen von CBD:

  • Antibakteriell [9]

  • Blutdrucksenkend [10]

  • Lindert Erbrechen und Übelkeit [11]

  • Hemmt Zellwachstum in Tumoren und Krebszellen [12]

  • Lindert Schuppenflechte [13]

  • Fördert Knochenwachstum [14]

  • Immunsystemfördernd [15]

  • Neuroprotektiv [16]

Anwendung & Verwendung

Wie bereits im vorherigen Absatz erwähnt, kann CBD bei einem sehr breiten Wirkungsspektrum komplementär wie auch präventiv, zur Gesundheitsförderung, eingesetzt werden. Hierfür gibt es bereits eine Reihe an frei erhältlichen Präparaten zu kaufen, angefangen von Tees, bis hin zu Kosmetik und Ölen, zur oralen Einnahme.

Beliebt sind vor allem CBD-Öle und Kapseln – diese lassen sich ideal in den Alltag integrieren. Durch die individuelle Dosierung mittels Pipette kann die Tröpfchenanzahl dem eigenen Bedarf angepasst werden. Die Kapseln erweisen sich vor allem unterwegs oder auf Reisen als praktischer Begleiter.

Aber auch CBD haltige Kosmetikprodukte eignen sich optimal zur äußeren Anwendung über die Haut. Gerade in Hinblick auf bestimmte Hauterkrankungen und Inflammationen können diese zur komplementären Behandlung empfehlenswert sein.

Doch wie viel CBD darf man täglich zu sich nehmen? Ist zu viel CBD gefährlich?

Verzehrempfehlung

Die Dosierung von CBD ist sehr individuell und kann je nach Menschen unterschiedliche Wirkungen hervorrufen. Wenn nicht anders verordnet, entspricht eine kleine Tagesdosis etwa 18 mg CBD.

Bereits kleine Dosierungen können förderlich wirken, wenn der Terpen-Entourage Effekt genutzt wird.

Halten Sie sich deshalb, wenn nicht anders verordnet, an die auf dem Produkt angegebenen Verzehrempfehlungen. Je nach Bedarf können Sie diese schrittweise erhöhen, bis sich der gewünschte Effekt einstellt und Sie somit Ihre ideale Dosierung gefunden haben [17].

Wie CBD richtig einnehmen?

Um eine optimale Aufnahme zu garantieren, empfiehlt es sich, die Tropfen direkt unter die Zunge auf die Mundschleimhaut zu tropfen und diese dort etwa 30 Sekunden bis eine Minute wirken zu lassen.

Die Kapseln werden etwas zeitverzögert im Magen über die Magen-Darmschleimhaut aufgenommen. Gerne können diese jedoch auch im Mund aufgelöst werden.

Die Kapselhülle unserer Pure CBD VITAL Kapseln besteht aus

Cannabidiol - Markt & Standards

Am Markt gibt es bereits eine Vielzahl unterschiedlicher Produkte zu erwerben. Hier kann es für den Endkonsumenten herausfordernd sein, sich für das richtige Produkt zu entscheiden und vor allem qualitative hochwertige Produkte von anderen unterschieden zu können.

Beim Kauf von CBD-Produkten sollten Sie vor allem auf folgendes achten:

  • Ist der CBD/CBDA Gehalt angegeben?
    CBD-Öle sind auf Cannabidiol/CBDa (Carbonsäureform) oder auf reines CBD standardisiert. CBD Öle aus CO2-Extraktion sind bei einer Konzentration von 5 % auf 500mg CBD/CBDa pro Flasche standardisiert, bei einer Konzentration von 10% auf 1000 mg CBD/CBDa. Ein 10 ml Gebinde enthält in der Regel ca. 275 Tropfen.

  • Welches Trägeröl wurde verwendet?
    Achten Sie darauf, dass hier ein hochwertiges Öl verwendet wurde – bestenfalls wurden auserlesenes Hanfsamenöl als Trägeröl verwendet.

  • Sind Verzehrempfehlungen angegeben?
    Zur Orientierung sollten ebenfalls die Empfehlungen für den täglichen Verzehr angegeben werden.

  • Ist das Produkt ein Isolat oder ein Vollspektrum?
    Hier unterscheidet man zwischen reinen CBD Produkten und Produkten die weitere Phytocannabinoide enthalten.

Des Weiteren sollten Sie darauf achten, ob aktuelle Analysezertifikate angeführt oder ein Gütesiegel. Eines der bekanntesten ist hier das Leafly CBD Gütesiegel. Dieses zeichnet besonders hochwertige Produkte aus.

Anwendungsbeispiele laut komplementärer Erfahrungsmedizin

Folgend eine Auflistung möglicher Erkrankungen und Beschwerden, bei welchen die Einnahme von CBD förderlich wirken kann:

CBD Konzentrate 5%

  • Schlafprobleme

  • Stress (chronisch)

  • Angst/Unruhe

  • Depressive Verstimmungen

  • Übelkeit

  • Appetitreduktion im Gewichtsmanagement

  • Nikotin/Raucherentwöhnung

CBD Konzentrate 10%

  • Entzündungsbedingten Schmerzen

  • Menstruationsbeschwerden

  • Arthritis

  • Neuropathien

  • Multiple Sklerose

  • Parkinson

  • Epilepsie

  • Fibromyalgie

  • Angststörungen

  • Posttraumatische Belastungsstörungen

Die Anwendung von CBD Konzentraten mit 18% oder 24% erfolgt meist, wenn höhere CBD Dosierungen notwendig zur Erreichung des Gesundheitsziels notwendig sind.

Dieser Auszug stellt lediglich eine Orientierung dar und dient als Richtwert. Pauschale Aussagen können in Hinblick auf die richtige Dosierung und Konzentration kaum getroffen werden, da jeder Körper unterschiedlich sensibel darauf reagiert. In den meisten Fällen können bereits kleine Dosierungen erfolgreich sein [17].

Folgende Faktoren nehmen Einfluss auf die richtige Dosierungsfindung:

  • Gesundheitsziel

  • Stadium der Erkrankung

  • Biologie und Stoffwechsel des Patienten

  • Subjektives Empfinden/ Empfindlichkeit des Patienten als wichtigster Faktor

  • Endocannabinoid-System des Patienten: Funktionsweise und Reaktion auf das CBD

  • Körpergewicht

  • Körperchemie, inklusive eingenommener Medikamente und Lebensmittel [18].

Es gibt bereits eine Vielzahl an Studien, die auf die positiven Wirkungen des CBDs hinweisen und diese auch bestätigen. Die Studien wurden jedoch meist mit geringen Fallzahlen durchgeführt, an Tieren oder an isolierten Zellen im Labor. Weitere klinische Forschungen sind hier deshalb notwendig. Das Interesse und der Bedarf an solchen Studien steigen jedoch [17].

CBD auch für Tiere?

Neben Menschen können auch Tiere vom vielfältigen Wirkungsspektrum des CBDs profitieren. Diese besitzen ebenfalls wie Menschen ein körpereigenes Endocannabinoidsystem, weshalb auch immer mehr Tierhalter auf CBD Öle zurückgreifen.

Gerade Hunde sind in Hinblick auf das Endocannabinoidsystem einmalig, da sie eine höhere Konzentration an Rezeptoren im Kleinhirn und Hirnstamm aufweisen als andere Spezies und somit ideale Voraussetzungen aufweisen. Die Konzentration bzw. die Dosierung von Cannabisprodukten ist bei Tieren grundsätzlich abhängig vom Körpergewicht und fällt niedriger aus als bei Menschen.

Des Weiteren ist zu erwähnen, dass Hunde, und vor allem Katzen, kein Theobromin vertragen. Theobromin ist unter anderem in Schokolade enthalten. Der Verzehr kann Vergiftungen hervorrufen und verschiedenen Stoffwechselprozesse in Gang setzten [19]. Hund und Katzen reagieren also sehr sensibel auf bestimmte Substanzen. Unsere VET Premium Extrakte enthalten unter anderem deshalb weder THC - Mengen noch Terpene, die für Hunde und Katzen ungeeignet sind. Ein spezieller Extraktionsprozess macht dies möglich und unsere Produkte damit einzigartig.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass CBD nicht unbegründet einen solchen Aufschwung erlebt. Dank dem breiten Wirkungsspektrum kann Cannabidiol bei einer Vielzahl von Beschwerden und Erkrankungen eine ideale Alternative zur komplementären Behandlung darstellen – sowohl bei Menschen wie auch bei Tieren.

Quellen und Studien

[1] Pleyer I., et al. (2019). Cannabidiol: Ein natürliches Heilmittel des Hanfs. Wien: Verlagshaus der Ärzte

[2] Grotenhermen, et al. (2015). Cannabidiol – CBD – Ein cannabishaltiges Compendium. Solothurn: Nachtschattenverlag

[3] Grotenhermen, F. (2015). Hanf als Medizin. Ein praxisorientierter Ratgeber. Nachschattenverlag: Solothurn

[4] Patel, R. (2019). Gesund mit CBD-Öl. Das Wundermittel gegen Stress, Schmerzen, Schlafstörungen und mehr. Penguin Random House: München

[5] Bisogno et al. Molecular targets for cannabidol and ist synthetic analogues: effect on the cellular uptake and enzymatic hydrolysis of anandamide. Download vom 16. Jänner 2020

[6] Malfait AM., et al. (2015). The nonpsychoactive cannabis constituent cannabidiol is an oral anti-arthritic therapeutic in murine collagen-induced arthritis. Download vom 16. Jänner 2020

[7] Li K., et al. Anti-inflammatory role of cannabidiol and O-1602 in cerulein-induced acute pancreatitis in mice. Download vom 16. Jänner 2020

[8] Hacke A., et al. (2019). Probing the antioxidant activity of Δ9- tetrahydrocannabinol and cannabidiol in Cannabis sativa extracts. Download vom 18. Februar 2020

[9] American Society for Microbiology. (2019). Cannabidiol is a powerful new antibiotic. Download vom 12. Februar 2020

[10] Jadoon K., et al. (2017). A single dose of cannabidiol reduces blood pressure in healthy volunteers in a randomized crossover study. 2(12). Download vom 12. Februar 2020

[11] Parker, L., Rock, E., Limebeer, C. (2011). Regulation of Nausea and vomiting by cannabinoids. 163(7): 1411–1422. Download vom 12. Februar 2020

[12]. Daris B., et al. (2019). Cannabinoids in Cancer Treatment: Therapeutic Potential and legislation. Download vom 12. Februar 2020

[13] [16] Elsaid S., et al. (2019). Chapter Two – Effects of cannabidiol (CBD) in neuropsychiatric disorders: A review of pre-clinical and clinical findings. Download vom 12. Februar 2020

[14] Kogan N., et. al. (2015). Cannabidiol, a Major Non-Psychotropic Cannabis Constituent Enhances Fracture Healing and Stimulates Lysyl Hyrdoxylase Activity in Osteoblasts. Download vom 12. Februar 2020

[15] Croxford, J., & Yamamura, T. (2005). Cannabinoids and the immune System: Potential for the treatment of inflammatory diseases? Journal of Neuroimmunology 166 (2005) 3 – 18. Download vom 12. Februar 2020

[17] Wanitschek, A. & Vigl, S. (2018). Cannabis und Cannabidiol (CBD) richtig anwenden. Wirkungsweisen und Behandlungsmethoden verständlich erklärt. Wien: Humboldt Verlag

[18] Leinow, L & Birnbaum, J. (2019). Heilen mit CBD. Das wissenschaftlich fundierte Handbuch zur medizinischen Anwendung von Cannabidiol. München: Riva Verlag

 

Epilepsie und CBD

CBD und THC gegen Epilepsie

CBD und THC sind zwei wesentliche Komponenten von Cannabis. Sie scheinen unterschiedliche Auswirkungen auf Epilepsie zu haben. Einige Experten empfehlen nur CBD-Produkte, andere empfehlen Produkte, die sowohl THC als auch CBD enthalten.

Die Geschichte von Cannabis und Epilepsie

Menschen haben seit Tausenden von Jahren Cannabis wegen seiner medizinischen Eigenschaften verwendet. Im alten China, in Indien und im Nahen Osten wurden Dokumente gefunden, die den Gebrauch von medizinischem Cannabis nachweisen.
Die medizinische Verwendung von Marihuana wurde wahrscheinlich im 19. Jahrhundert von Dr. William O’Shaughnessy in die westliche Medizin eingeführt. Der irische Arzt dokumentierte einige medizinische Eigenschaften von Cannabis in einem 1843 veröffentlichten Artikel.
2011, also erst vor wenigen Jahren, entwickelten die Stanley-Brüder eine Sorte Marihuana mit hohem CBD-Gehalt und wenig bis keinem THC. Das Resultat war ungewöhnlich, da bei den Cannabis-Konsumenten nicht das typische “high” auftrat. Dafür war die Reaktion bei dem kleinen Mädchen Charlotte Figi umso erstaunlicher. Figi litt an einem seltenen Krankheitsbild, das als Dravet-Syndrom bekannt ist und über 300 Anfälle pro Woche verursachte. Durch die Verwendung der Cannabis-Sorte der Stanley-Brüder sank die Häufigkeit von Charlottes Anfällen drastisch. Die Anzahl der Anfälle verringerte sich von 300 auf nur drei pro Woche über acht Monate der Behandlung.
Die Sorte wurde ihr zu Ehren “Charlotte’s Web” genannt. Seitdem wird es verwendet, um viele andere behandlungsresistente Epileptiker zu behandeln.

CBD Öl und Epilepsie

Die spezifische chemische Verbindung von CBD scheint eine vielversprechende Behandlungsmöglichkeit bei Epilepsie zu sein. CBD wird gegenüber THC bei der Behandlung von Epilepsie bevorzugt, da es nicht psychoaktiv ist.
Erste Ergebnisse zeigen, dass es Anfälle bei behandlungsresistenten Formen der Epilepsie reduzieren kann. CBD Öl scheint für Kinder sicher zu sein. Langzeitwirkungen auf das sich entwickelnde Gehirn sind jedoch noch nicht untersucht worden.
Wie bei den meisten Medikamenten, kann die Behandlung mit CBD auch Nebenwirkungen haben.

  • trockener Mund

  • Durchfall

  • Müdigkeit und Schläfrigkeit

  • eine Veränderung der Verarbeitung anderer Medikamente in der Leber

CBD hat Einschränkungen und ist kein Allheilmittel. Oft muss es in Kombination mit anderen Epilepsie-Therapien für die maximale Wirkung verschrieben werden.
Forscher sehen jedoch optimistisch auf die Behandlung von Epilepsie mit CBD. Über die langfristige Sicherheit und Wirksamkeit des Medikaments besteht jedoch noch kein Konsens.
Der genaue Mechanismus von Cannabidiol, der dazu führt, die epileptischen Symptome zu lindern, wird auch noch nicht vollständig verstanden.

THC und Epilepsie

THC wurde aufgrund seiner psychoaktiven Wirkung weitgehend von der Behandlung von Epilepsie ausgeschlossen. Es gibt Berichte, dass THC die Aktivität der Anfälle tatsächlich erhöhen könnte.
THC wirkt jedoch im Allgemeinen als Antikonvulsivum und kann die Wirksamkeit anderer Krampfmittel erhöhen. Daher kann es auch wichtig sein, eine gewisse Menge an THC zu verwenden, um eine maximale Reduktion der Anfälle zu erreichen.
Eine Studie ergab, dass Patienten eine signifikante Verringerung der Anfälle mit einem 20: 1-Verhältnis von CBD zu THC zeigten. Die Mischung aus THC und CBD zur Kontrolle epileptischer Anfälle funktioniert jedoch nicht bei allen Patienten.

Forschung

Viele Wissenschaftler sind sich einig, dass Marihuana wahrscheinlich eine Möglichkeit sein könnte, Epilepsie zu behandeln. Jedoch ist deutlich mehr Forschung am Menschen notwendig, um eine endgültige Schlussfolgerung zu ziehen. Aktuelle Fälle unterstützen jedoch die Vorstellung, dass Marihuana bei der Behandlung von Epilepsie helfen könnte.
Es wurden nur wenige Studien über Marihuana und Epilepsie bei Menschen durchgeführt, aber es gibt einige vielversprechende Forschungsergebnisse von GW Pharmaceuticals. Das Unternehmen produziert Epidiolex. Epidiolex ist ein gereinigter, zu 99 % ölbasierter CBD-Extrakt aus der Cannabispflanze. Er wird derzeit in verschiedenen Ländern klinisch getestet.
In den USA wird dieses Produkt auf behandlungsresistente Formen der Epilepsie, wie das Dravet-Syndrom und das Lennox-Gastaut-Syndrom, getestet.
Zudem legt die Forschung mit Hilfe von Tierversuchen nahe, dass CBD antikonvulsive Effekte bei Epilepsie hat.
Aufgrund fehlender klinischer Studien bleibt jedoch unklar, ob THC, CBD oder eine Kombination von beiden die beste Behandlung bei Epilepsie ist.

CBD-Studien beim Lennox-Gastraut-Syndrom und Dravet-Syndrom

Vor kurzem wurden Gold-Standard-Studien (doppelblinde, placebokontrollierte Studien) für schwierige Epilepsien wie das Lennox-Gastaut-Syndrom (LGS) bei Kindern und Erwachsenen und das Dravet-Syndrom bei Kindern abgeschlossen. Die Behandlung erfolgte mit Epidiolex von GW Pharmaceuticals.

  • Menschen, die Epidiolex erhielten, waren zwischen 2 und 26 Jahre alt mit einem Durchschnittsalter von 11 Jahren.
    Alle litten an Epilepsie, die auf die derzeit verfügbaren Behandlungen nicht ansprach

  • Während der Studie nahmen die Anfälle um durchschnittlich 54 % ab.

  • Menschen, die das Medikament Clobazam (Onfi) gegen Anfälle einnahmen, schienen im Vergleich zu denen, die nicht mit diesem Medikament behandelt wurden, eine bessere Reaktion zu haben.

Zwei Gold-Standard-Studien mit Epidiolex für LGS bei Kindern und Erwachsenen und einer mit Kindern mit Dravet-Syndrom zeigten vielversprechende Ergebnisse.

  • Drop-Anfälle (Atonische Anfälle) waren in den beiden LGS-Studien um mehr als 40 % reduziert im Vergleich zu weniger als 20 % für Menschen, die das Placebo erhielten, was statistisch signifikant war.

  • In der Dravet-Studie wurde eine Verringerung der Krampfanfälle um 40 % im Vergleich zu 17 % bei der Placebo-Gruppe beobachtet. Auch hier wurde eine Signifikanz im Vergleich zur Placebo-Gruppe gefunden.

Andere Studien mit Epidiolex bei Menschen mit Tuberöser Sklerose sind ebenfalls im Gange.
Eine israelische Studie mit einem Produkt, das 20 Teile CBD zu 1 Teil THC enthielt, wurde in einem offenen Format für Kinder bis 18 Jahre mit schwer kontrollierbarer Epilepsie durchgeführt. Eine signifikante Anzahl von Personen berichtete von einer Verringerung der Anfälle, wobei 7 % eine Verschlechterung der Anfälle zeigten.
Die Ergebnisse klinischer Studien haben bewiesen, dass die Verwendung von CBD Öl bemerkenswert potent ist, um die Symptome der Epilepsie zu lindern und die Anfälle nicht nur hinsichtlich der Intensität, sondern auch hinsichtlich der Häufigkeit unter Kontrolle zu bringen. Der positive messbare Effekt, den Cannabisöl bei Epilepsie hat, ist eine großartige Entdeckung. Um CBD als Standardmedikament zur Behandlung von Epilepsie zuzulassen, gibt es jedoch noch eine Menge Arbeit. Die meisten Studien wurden bisher an Tieren durchgeführt. Versuche an Menschen müssen in weitaus größerer Zahl vorliegen. Untersuchungen werden jedoch auch dadurch erschwert, dass in vielen Ländern Cannabis immer noch verboten ist und Forschungsanträge im Sande verlaufen oder entsprechend schwer durchzusetzen sind. Die Forschung, insbesondere am Menschen, steht noch am Anfang, auch wenn die ersten Ergebnisse vielversprechend sind.

Zugelassene Behandlungsmethoden für Epileptiker

Jede Behandlungsoption hat spezifische Vorteile und Risiken. Leider sind etwa 30 % der Menschen mit Epilepsie nicht in der Lage, ihre Anfälle mit den zugelassenen Behandlungen zu kontrollieren. Viele Patienten suchen somit nach besseren Möglichkeiten.

  • Antikonvulsive Medikamente: Diese Medikamente werden häufig bei der Behandlung von Epilepsie eingesetzt. Nebenwirkungen können Schwindel, Müdigkeit, Übelkeit, Tremor, Hautausschlag und Gewichtszunahme sein. Ernsthafte Nebenwirkungen von Antiepileptika haben Berichten zufolge bis zu 40 % der Patienten dazu veranlasst, die Behandlung abzubrechen.

  • Ketogene Diät: Es gibt Hinweise, dass eine fettreiche, kohlenhydratarme Diät helfen kann, Epilepsie zu kontrollieren. Diese ist besonders hilfreich bei Kindern.

  • Gehirnoperation: Wenn Anfälle von dem selben Gehirnbereich ausgehen, wird manchmal der entsprechende Hirnabschnitt entfernt. Nebenwirkungen der Operation können Gedächtnisprobleme, Verhaltensänderungen und Sehstörungen sein.

  • Hirnstimulation: Die Anwendung von elektrischem Strom auf bestimmte Bereiche kann bei der Behandlung von Epilepsie wirksam sein. Zu den Komplikationen der Stimulation gehören Infektionen und eine Verschlimmerung der Anfälle.

Wie wirkt Cannabis bei Epilepsie?

Cannabis scheint antikonvulsive Wirkungen zu haben, aber Wissenschaftler sind sich immer noch nicht sicher, wie genau Marihuana wirkt, um Anfälle zu reduzieren.
Tierstudien legen nahe, dass die Aktivierung des CB1-Rezeptors im Gehirn (Cannabinoid-Rezeptor 1 im Endocannabinoid-System) der Schlüssel zu den antiepileptischen Wirkungen von Marihuana sein könnte. Ähnliche Ergebnisse wurden jedoch auch bei der Aktivierung des CB2-Rezeptors (Cannabinoid-Rezeptor 2 im Endocannabinoid-System) gefunden.
Die Fähigkeit von Marihuana, Anfälle zu reduzieren, wurde mit einer Gehirnchemikalie namens GABA (Abkürzung für den Neurotransmitter γ-Aminobuttersäure) in Verbindung gebracht. GABA verringert die Erregung der Gehirnzellen und viele häufig verordnete Anfallmedikamente wirken durch Erhöhung der GABA-Spiegel.
Wenn herkömmliche Behandlungen nicht funktionieren, wie es bei etwa 30 % der Menschen mit Epilepsie der Fall ist, könnte Cannabis in Betracht gezogen werden.

Ausblick

Die wichtigsten Punkte, CBD als potenzielle Behandlungsmethode für Epilepsie zuzulassen, liegen in

Unter der Voraussetzung, dass das CBD Öl alle klinischen Studien besteht, und folglich Teil der Standardbehandlung von Epilepsie wird, scheint es für die Kontrolle der Anfälle und die Heilung von Epilepsie deutlich erfolgversprechender zu sein als die derzeitige Antiepileptika-Therapie.

 

Erfahrungsberichte in Bezug auf Krebs mit CBD Produkten

Erfahrungsberichte in Bezug auf Krebs Krebs ist nach Herz-Kreislauferkrankungen die zweithäufigste Todesursache. Fest steht: In Bezug auf das Krankheitsbild wird Cannabidiol immer relevanter.

 Doch welche Eigenschaften hat CBD, die sich Krebsleidende zunutze machen können, und welche Erfahrungen liegen bereits vor?


Bereits Mitte der 50er-Jahre haben Wissenschaftler herausgefunden, dass THC das Wachstum von Leukämiezellen hemmen kann. Cannabidiol stellt eine legale Alternative dar. Es wird vermutet, dass der Wirkstoff, genau wie THC, die Bildung von Ceramid ermöglicht und damit das Abtöten von Krebszellen erleichtert. Eine Studie von spanischen Forschern hat vielversprechende Tendenzen nachweisen können. Demnach wirke CBD zwar nicht so stark wie THC, habe aber dennoch eine hemmende Wirkung auf das Wachstum von Krebszellen bei Ratten. In der Therapie von krebsverbundenen Nebenwirkungen hat sich CBD allerdings bereits bewährt.

Folgende positiven Effekte konnten verzeichnet werden:

Gewichtszunahme bei Krebspatienten durch gesteigerten Appetit. Dies ist besonders signifikant zu Beginn der Erkrankung.

Des Weiteren können weitere Begleiterscheinungen wie Übelkeit und Erbrechen durch den Konsum gehemmt werden.

Beruhigung der Mundschleimhaut, welche häufig durch Chemo- oder Strahlentherapien gereizt wird.

Reduzierung von Angstzuständen, Depressionen und Schlaflosigkeit, da durch CBD der Glutamat- und Serotingehalt erhöht wird. Dieser ermöglicht eine positive Grundstimmung.

Am wichtigsten ist allerdings die krampflösende bzw. schmerzlösende Wirkung des Cannabidiols. Es ist in der Lange, die infolge eines Tumors auftretenden Schmerzen stark zu lindern.

 
 

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